"Jeder hat das Recht er selbst zu sein."
Der Schulmorgen beginnt in allen Klassen mit einer offenen Eingangsphase und ist geprägt durch offene Arbeitsformen wie Freiarbeit, Wochenplanarbeit, Werkstattarbeit oder Stationenlernen.
Den Kindern stehen vielfältige Materialien zum selbstständigen Lernen zur Verfügung. Anknüpfend an die Interessensgebiete der Kinder ermöglichen die Lehrerinnen ihnen, sich zu Beginn des Tages frei ein Thema oder eine Arbeit auszusuchen, die in Einzel- oder Partnerarbeit durchgeführt werden kann. Folgende Regeln müssen eingehalten werden:
- Eine angefangene Arbeit muss ich zu Ende führen.
- Jeder hat die gleichen Rechte (Meine Freiheit hört dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt).
- Mit meinem Partner unterhalte ich mich in Flüstersprache.
- Wenn ich fertig bin, führe ich eine Kontrolle durch.
Die Lehrerin hält sich zurück, beobachtet und begleitet den Lernprozess der Kinder und gibt nur so viel Hilfe, wie nötig ist.
Im sich an die Freie Arbeit anschließenden Unterricht wechseln Phasen von Einführungen oder Erklärungen durch die Lehrerin mit Phasen von Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Kreisgesprächen, kooperativem Lernen mit anschließendem Vorstellen der Ergebnisse u.v.m. ab.
Aufgaben, die in Einzelarbeit erstellt werden müssen – wie z. B. Hausaufgaben für die Halbtagskinder oder SAZ-Aufgaben für Ganztagskinder ( SAZ = Stille Arbeitszeit), Aufgaben in der gemeinsamen Stillarbeit oder Klassenarbeiten – sind an die Unterschiedlichkeit der Kinder angepasst. Im Mittelpunkt unserer Bildung und Erziehung steht das einzelne Kind mit seinen individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten, mit seinen Stärken und Schwächen. Daher sind auch Leistungsanforderungen und -beurteilungen in Absprache mit den Eltern individuell verschieden. |